2Ich will ihn überfallen, da er abgemattet und kraftlos ist, und ihn aufschrecken, dass all das Volk, das bei ihm ist, fliehe und ich den König allein schlage.
8Husai sprach weiter: Du kennst deinen Vater und seine Leute, dass sie Helden und erbitterten Gemütes sind, wie eine der Jungen beraubte Bärin auf dem Felde. Auch ist dein Vater ein [erfahrener] Kriegsmann und wird nicht übernachten unter dem Volke,
9Jetzt ist er gewiss in einer der Gruben oder sonst an einem der Orte verborgen, und wenn wir sie zuerst dort aufsuchen wollten, so könnte es jemand hören und denken, dass das Volk, welches mit Awschalom hält, eine Niederlage erlitten hätte.
10Und selbst der tapferste Mann, sonst beherzt wie ein Löwe, wird entmutigt werden, denn ganz Israel weiß, dass dein Vater und seine Männer Helden sind.
11Ich würde also raten: Es versammle sich um dich ganz Israel von Dan bis Beer-Schewa, wie der Sand am Meere an Menge; du selbst ziehest im Treffen voran.
12Und wir wollen an ihn kommen an einem der Orte wo er sich aufhält, und über ihn herfallen wie der Tau auf den Erdboden fällt. Es soll dann von ihm und all den Leuten die mit ihm sind, auch nicht ein einziger bleiben.
13Und sollte er sich in eine Stadt zurückziehen, so soll ganz Israel zu selbiger Stadt hin Stricke schleppen, und wir schleifen sie bis in den Grund, dass daselbst auch nicht eine Scholle bleibe.
14Da sprachen Awschalom und alle Männer Israels: der Rat des Arkiten Husai ist besser als der Rat Ahitofels. Der Herr hatte es eben dahin gebracht, den guten Rat Ahitofels zu stören, auf dass der Herr über Awschalom Unheil bringe.
15Nun sprach Husai zu den Priestern Zadok und Ebjatar: So und so hat Ahitofel dem Awschalom und den Ältesten Israels geraten, und so und so habe ich geraten.
16Nun schicket eilends und berichtet dem David also: Übernachte nicht des Nachts in den Steppen der Wüste, du musst weiterziehen; es könnte sonst dem König und all dem Volk, das bei ihm ist, ein Verderben zugefügt werden.
17Jonatan und Ahimaaz standen in En-Rogel. Eine Magd pflegte dahinzugehen und ihnen berichten, worauf sie wiederum gingen und dem König David berichteten. Denn sie durften sich nicht sehen lassen, dass sie nach der Stadt kommen könnten.
18Ein Knabe sah sie und sagte es dem Awschalom. Da gingen beide eilends und kamen in das Haus eines Mannes zu Bahurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe, und sie stiegen da hinab.
20Die Knechte Awschaloms kamen zu der Frau in das Haus und fragten: Wo sind Jonatan und Ahimaaz? Doch die Frau erwiderte ihnen: Sie sind über den Wasserbehälter gegangen; da suchten sie, und als sie nichts fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück.
21Nachdem sie aber gegangen waren, stiegen jene herauf aus dem Brunnen und gingen und berichteten dem König David. Sie sprachen zu David: Machet euch auf und setzet eilends über das Wasser, denn so hat gegen euch Ahitofel geraten.
22Da machten sich David und all das Volk, das bei ihm war, auf und setzten über den Jordan. Bis zur Morgenhelle war auch nicht ein einziger vermisst, der nicht über den Jordan gesetzt.
23Als Ahitofel sah, dass sein Rat nicht ausgeführt worden, da sattelte er den Esel und machte sich auf und ging nach seinem Hause, nach seiner Stadt. Er bestellte sein Haus und erhängte sich. Also starb er und ward begraben in der Grabstätte seines Vaters.
25Den Amasa setzte Awschalom an Joabs statt über das Heer. Amasa war der Sohn eines Mannes mit Namen Jitra, des Israeliten, der gekommen war zu Abigal, Tochter Nachas, Schwester Zerujas, der Mutter Joabs.
27Als David nach Mahanajim gekommen war, da brachten Sobi, Sohn Nachas aus Rabba in Ammon, und Machir, Sohn Ammiels ans Lo-Debar, und Barsillai, der Gileadite aus Roglim:
29Honig, Rahm, Schafe und Kuhkäse. Sie reichten alles David und dem Volke mit ihm zu essen; denn sie dachten, das Volk ist gewiss hungrig und ermattet und durstig in der Wüste.